Geburtsstunde der Gewaltberatung

Wiege Ein gewalttätiger Mann hat, im Jahre 1984, um sich selbst und anderen betroffenen Männern zu helfen, Anzeigen in Zeitungen geschaltet, von denen eine hier abgebildet ist.

Es war die Grundsteinlegung eines Konzeptes gegen Gewalt auf der Basis von Freiwilligkeit, welches bis heute, entgegen etlichen Verfeindungen, weiterbesteht und weiterentwickelt wird.

Ins Besondere in den letzten Jahren hat sich unser Ansatz auch anderen Themenbereichen geöffnet.

Interessierte wenden sich an mich oder direkt an Joachim Lempert.
http://www.institut-lempert.de

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Ein Gedanke zu „Geburtsstunde der Gewaltberatung

  1. wollinus

    Danke Jerry, für diesen historischen Rückblick.
    Es lohnt sich sicherlich, in diesem Zusammenhang auf die mehr als 500 ausgebildeten Gewaltberater hinzuweisen, die aus dieser Quelle ‚entsprungen‘ sind. Bedeutsam scheint mir auch, dass die Weiterentwicklung dieses ersten Arbeitsansatzes, der zu der damaligen Zeit eine Revolution in Deutschland darstellte, vorrangig auf den jahrelangen praktischen Erfahrungen mit gewalttätigen Menschen beruht. Also nicht aus der Theorie kommend den Menschen, Beratern wie Klienten, ‚aufgepfropft‘ wurde. Inzwischen ist unser Ansatz von vielen psychologischen und neurowissenschaftlichen Studien bestätigt. Den Erfolg haben wir ja selbst gesehen. Das brauchte uns niemand mehr zu sagen.
    In Zeiten, in denen es weniger um den einzelnen Menschen, sondern immer nur ums Geld geht, sind natürlich sog. ‚Täterprogramme‘, in denen die Betroffenen in Gruppen gesteckt werden, um sie dann gemäß eines ‚Lehrplanes‘ (Module) zu ‚beschulen‘, billiger und schaffen es eher, an die wenigen vorhandenen öffentlichen Gelder zu kommen.
    Da ich selbst mehr als 30 Jahre auf derart pädagogische Weise als Lehrer gearbeitet habe, weiß ich sehr genau, wie ‚erfolgreich‘ (und mit wieviel Mühsal für alle Betroffenen verbunden) es ist, wenn Menschen in einem ‚Zwangskontext‘ pädagogisch ‚geändert‘ werden sollen. Da braucht jede/r ja nur an die eigene Schulzeit zu denken.
    Ich wünsche mir und uns, dass wir uns langfristig mit unseren ’stillen‘ Erfolgen mehr Raum verschaffen können; nicht weil ich das für mein Erfolgsgefühl brauche, sondern weil ich allwöchentlich im Kontakt mit meinen Klienten_innen erlebe, wie sanft und doch wirksam, wie allseitig motivierend und erfrischend, wie tief greifend und gleichzeitig humorvoll diese Arbeit ist. Und: ich bin zwar der Berater und Therapeut, aber in fast jeder Sitzung lerne auch ich etwas dazu; es ist ein Geben und Nehmen. Dies ist etwas, was ich im rein pädagogischen, verschulten Kontext nur äußerst selten erlebt habe. Dies gibt mir die Kraft, diese manchmal auch sehr schwierige Aufgabe, immer wieder gern zu machen – und mich für Unterstüzung im öffentlichen Raum einzusetzen.
    Nochmals vielen Dank für deinen Impuls-Text, der mich veranlasste, etwas ausführlicher Stellung zu nehmen
    Grüße von Wolfgang

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