Archiv der Kategorie: Gewalt

Eupax Tagung

Am vergangenen Wochenende haben sich in Ludwigshafen/Rhein um die 30 PhaEmoBerater- Gewaltberater und Therapeut _innen aus Deutschland, Schweiz, Österreich und Luxemburg zu dem ersten Fachtag der Eupax getroffen. Bis heute war ich oft der einzige Luxemburger bei solchen oder ähnlichen Treffen, jedoch dieses Mal waren gleich 3 Kolleginnen mit dabei. Nächstes Jahr wird ein weiterer Kollege die Ausbildung beenden und dazu stoßen.

Ich habe viele mir bekannte und liebe Kolleg_innen und Freunde dort getroffen, aber auch neue Bekanntschaften machen dürfen.

Da wir zwar die gleiche Ausbildungen genossen haben, zum Teil auch mit dem gleichen Ausbilder, so arbeiten wir doch in sehr verschiedenen Arbeitsgebieten und mit unterschiedlichen Klientel. Es gibt daher Unterschiedlichkeiten und auch Gemeinsames, welches zu einem regen Ausstausch führte, der sehr ergiebig war. Ich habe interessante und erfüllende Tage erlebt und die Tagung war zwar die Erste ihrer Art, jedoch nicht die Letzte.

https://lnkd.in/gabWuMC

Männer, als Betroffene

Wir bedanken uns bei Sven Schmalz vom Internetradiosender “Radioaktiv Lübeck“, der ein Interview von knapp einer Viertelstunde mit einem Mitglied unserer Initiative zur Gewaltschutzwohnung, dem Männerberatungsnetzwerk und unsererer Organisation aufzeichnete und heute um 14 Uhr senden wird. Darüberhinaus kann das Interview unter diesem Link abgerufen werden. Herzlichen Dank! __ Unter diesem Link können Sie unsere […]

über Radioaktiv Lübeck veröffentlicht Interview — Gleichmaß e.V.

Intervisionsgruppe

Unsere mehr oder weniger regionale Intervisionsgruppe gedeit und wächst. Vor etlichen Jahren bin ich als 4 Teilnehmer dazu gestoßen und seither treffen wir uns 4 – 5 x pro Jahr. Unser Entstehungsort ist Mainz und hauptsächlich treffen wird uns dort, aber nicht nur. In diesem Jahr, haben wir uns bei mir in Luxemburg getroffen. Gegen Ende des Jahres ist ein Treffen an der Mosel in der Gegend von BernKastelKues geplant.
Seit kurzem hat sich ein weiterer Kollege uns angeschlossen; wir sind nicht nur international unterwegs, nein, seit gestern konnten wir die erste Kollegin in unserer Mitte begrüßen. Nun sind wir auch genderkonform, auch wenn das Verhältnis noch Luft nach oben hat.

Wenn ich mir jetzt so anschaue, von wo, wir alle herkommen, muss ich den ersten Satz eher in überregionale Gruppe umbenennen. Bei unsen Treffen wird eines immer deutlich, wie nützlich und notwendig Vernetzung  und Austausch sind. Die immer wieder beschriebene Vereinsamung von Kolleg_innen, welche alleine und isoliert arbeiten müssen, zeugt davon. Ich persönlich könnte mir Gewalt/Täterarbeit ohne Bezugsgruppe nicht vorstellen.

Zahlen zur häuslichen Gewalt

Der jährliche Bericht über häusliche Gewalt liegt vor; eigentlich müsste mann/frau einschränkend sagen, über häusliche Gewalt aus dem Hellfeld.

Ebenfalls erlauben uns die Zahlen häusliche Gewalt differenzierter zu betrachten. Letztes Jahr wurden 242 Wegweisungen verfügt, die sich wie folgt aufteilen:

12x wurde ein gewalttätiges Kind weggewiesen, welches gegenüber einem Erwachsenen tätig wurde.

5x war dies für einen Erwachsenen gegenüber einem Kind, der Fall.

222x wurde ein Erwachsener gegenüber seinem Partner gewalttätig und wurde weggewiesen. In der Mehrzahl dieser Übergriffe war der Täter ein Mann.

Es bleibt anzumerken, dass diese Statistik 10% der Gewalttaten erfaßt. Über die Dunkelziffer, die logischerweise den höheren Anteil ausmacht, wird dagegen keine einzige Silbe verloren.

Hier detaillierter nachzulesen:

Bericht Häusliche Gewalt 2015

Was kostet Beratung?

Die wenigsten aus meinen Ausbildungsgruppen kann mit einer reinen Beratertätigkeit sein Lebensunterhalt finanzieren. Diejenigen,  welche Beratung, in privaten Praxen, anbieten, tun dies nebenberuflich. Sowie ich auch. Einige werden bezuschusst durch verschiedene Auftraggeber(z. B. Jugendamt; Justiz u.a.)

Die meisten sind auf sogenannte Selbstzahler angewiesen. Ich stelle jedoch oft fest, daß die Leute, die bei mir aufschlagen, sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden und mein Honorar nicht bezahlen können oder wollen.  Das Ende vom Lied ist, daß die Beratung nicht stattfindet und der Betreffende, wohl oder übel, weiterhin gewalttätig ist. Das bedeutet nicht zwangsläufig, daß diese Menschen beraterresistent sind oder Beratung grundsätzlich ablehnen.

Ich nehme 75.- € pro 45′. Den meisten ist das zuviel. Ich würde meinen Tarif noch höher ansetzen, wenn ich all meine direkten und indirekten Kosten berücksichtigen würde.  Doch dann, hätte ich noch weniger Klienten, bzw. gar keine mehr.

Bedeutet dies nun, daß nur in den sogenannten sozialschwachen Gesellschaftsschichten, hinter den eigenen 4 Wänden, geschlagen wird!? Nein, dies ist nicht der Fall. Häusliche Gewalt ist ein Vergehen, welches in allen Schichten zahlenmäßig gleich ist.  Nun, warum finden diese Menschen den Weg in die Beratung nicht? Nun ich denke, ich kann diese Menschen nicht erreichen – sie wissen nicht, dass es mich gibt! Tja und Werbung kostet wiederum Geld.

http://www.euline.eu ist eine Hotline an die sich gewalttätige Menschen sich wenden können, wenn sie Hilfe und Unterstützung brauchen. Die Telefonberater dieser Hotline verweisen auch an mich. Doch auch hier scheitert das Ganze am Geld. Oder kennen Sie diese Hotline oder die Telefonnummer? Nein, sie kennen sie nicht! Damit dieser anonyme Zugangsweg funktionieren kann, muß er in der Bevölkerung bekannt sein und sie ahnen es bereits, das kostet Geld, welches der Träger dieser Hotline nicht hat.  Und ich auch nicht.

Ich bin etwas vom Thema abgekommen, aber dies war mir jetzt wichtig.

Eigene Webseite

Ich bin dabei mir eine  Webseite aufzubauen, die meine Arbeit darstellt und über die mich Menschen mit einem Gewaltproblem finden und sich über Gewaltberatung informieren können.

Ich bin im Grossraum Trier/Luxemburg tätig und ich bin leicht über die A1 zu erreichen.

Besucht meine Seite mal!

http://www.gewaltberatungluxemburg.wordpress.com