Archiv der Kategorie: Kunst

10 Jahre Gewaltberatung

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Die luxemburgische Gewaltberatungsstelle – Riicht Eraus – feiert Ende des Monats ihr 10 jähriges Bestehen. Ich selbst bin ebenfalls 10 Jahre dabei; zuerst als freier Mitarbeiter in besagter Beratungsstelle und seit 2011 in eigener Praxis.(nebenberuflich)

Zusätzlich gibt es einen weiteren 10 jährigen Geburtstag zu vermelden; die Euline tut nun seit über 10 Jahren ihren Dienst. Ich merke eben, dass ich dieses Jahr viel zu feiern hab. 🙂

Ich werde Ende März die Euline, mit einem Stand, auf den Feierlichkeiten des Riicht Eraus vertreten. Ich hoffe die Besucher dieser Veranstaltung auf unsere Arbeit neugierig zu machen und ihr Interesse an mir und der Euline zu wecken.

Mein grosser Dank gilt meinem Mentor, Freund und Kollegen Joachim Lempert und den vielen Männern und Frauen, die ich im Rahmen meiner Ausbildung und Arbeit kennenlernen und schätzen durfte. Einige sind mir echte Freunde geworden und wir sind noch immer in Kontakt. Hier eingeschlossen sind ebenfalls meine Klient_innen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben.

Euch allen vielen Dank.

http://www.euline.eu

http://www.eupax.eu

http://www.männertelefon.eu

http://www.institutlempert.de

Hilflosigkeit & Ohnmacht

Auf der Homepage der Jugendorganisation äußert sich deren Bundessprecherin Josi Michalke: „Dieser Song transportiert Menschenfeindlichkeit, Gewaltverherrlichung und Homophobie. Hier werden auf haarsträubende Art und Weise satanistische Rituale mit Kindesmissbrauch mit Pädophilie mit Homosexualität gleichgesetzt. Das ist eine Frechheit.“

Stein des Anstoßes sind folgende Zeilen aus dem Lied, Wo sind, von Xavier Naidoo:

„Ich schneid euch jetzt mal die Arme und die Beine ab,
und dann ficke ich euch in den Arsch,
so wie ihr es mit den Kleinen macht.
Ich bin nur traurig und nicht wütend.
Trotzdem würde ich euch töten.
Ihr tötet Kinder und Föten und ich zerquetsch euch die Klöten.
Ihr habt einfach keine Größe und eure kleinen Schwänze nicht im Griff.
Warum liebst du keine Möse, weil jeder Mensch doch aus einer ist?
Wo sind unsere Helfer, unsere starken Männer, wo sind unsere Führer, wo sind sie jetzt?“

Unabhängig von der Wortwahl begegnet mir in diesem Lied doch die allgegenwärtige Hilflosigkeit und Ohnmacht bei diesem Thema. :cry:

Hilflosigkeit und Ohnmacht enstehen durch Interpretationen und Bewertung, begleitet von derivaten Gefühlen, hier in diesem Fall von Trauer und Wut. Gefühle, die nichts mit dem eigentlichen Phänomen, sprich Ereignis, zu tun haben und uns dennoch leiten.

Die angekündigte Gewalt dient der Abwehr von Hilflosigkeit und den derivaten Gefühlen.

Der Ruf nach dem Führer wird wieder laut; wir geben unsere Verantwortung an ihn ab und bleiben in unserer Hilflosigkeit gefangen. Er soll’s richten und etwas tun.