Archiv der Kategorie: Luxemburg

Hotline

 

Die Euline wurde in ihren Anfängerjahren(2002) mit diesem Spot beworben. Damals war die Hotline noch ein Pilotprojekt und wurde von der EU mit Geldern finanziert und unterstützt.

Heute 15 Jahre später sind wir immer noch aktiv und die Hotline funktioniert, d. h. es rufen Leute(Frauen u. Männer) an, die gewalttätig sind und Hilfe suchen. Wir, Telefonberater, vermitteln diese Menschen weiter an Kollegen vor Ort.

Die Eupax ist eine gemeinnützige GmbH und ist auch der Träger der Hotline.

Ein Erstgespräch findet statt und die Beratung kann beginnen.

Rufen sie uns an!

Mo.- Fr. von 9:00- 17:00

26 62 12 11(L)

01805 43 92 58(D)

Weiterführende Links:

Europäischer Fachverband Gewaltberater_innen und Tätertherapeut_innen

Institut Lempert Hamburg/Wien

PhaEmoPraxisLëtzebuerg

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Eskalation der Gewalt

Häusliche Gewalt ist ein Prozess, eine Entwicklung zwischen zwei oder mehreren Personen. Der zeitliche Rahmen ist unterschiedlich.

Gewalttäter_innen identifizieren sich selten mit den Täter_innen, welche in den Medien auftauchen und ins Licht der Öffentlichkeit gezerrt werden. Ähnlich, wie alle Autofahrer, welche keine Raser sind und sich von entsprechenden Artikeln oder TV-Berichten nicht angesprochen fühlen.

Ohne es tatsächlich zu wissen, wird der Mann, im verlinkten Artikel, am Anfang seiner Gewaltkarriere weniger gewalttätig gewesen sein, als jetzt. Weder seine Frau, noch er selbst, werden geahnt haben, welche Dimensionen dies erreichen wird.

Wir Menschen sind von Natur aus friedfertig. Gewalt dient (fast) ausschließlich der Verteidigung des eigenen Lebens oder das eines anderen Menschen. Um überhaupt Gewalt ausüben zu können, müssen wir das erst lernen. Soldaten und Polizisten wissen das; ihnen wird diese natürliche Hemmschwelle abtrainiert, damit sie im Ernstfall tätig werden können. Ist diese Hemmschwelle erst einmal überwunden, verringert sie sich und bei jeder Gewalttat, ein Stück mehr.

Es wird nicht besser werden! Die meisten gewalttätigen Menschen schlagen erneut, obwohl sie versuchen ihre Gewalt zu reduzieren oder einzustellen. Die Umstände und vor allem die inneren Empfindungen und die Sicht der Dinge bleiben gleich.

Warten sie nicht ab, in der Hoffnung, daß sie sich im Griff haben, bzw. dass der oder die Gegenüber sich ändern werden. Wenn sie in der Situation verharren, wird es schlimmer und häufiger werden!

Lassen Sie dies nicht zu, holen sie sich Hilfe!

Direkt hier bei mir: PhaEmoPraxis Lëtzebuerg

oder bei der Euline unter der Nummer 26 62 12 11 für Luxemburg

und unter folgender Nummer, wenn sie aus Deutschland anrufen:

01805 43 92 58

Viel Erfolg beim Beenden ihrer Gewalt.

Gewalt in der Pflege

In Zeitungsartikeln mit dieser oder ähnlichen Überschriften ließt mann/frau von FEM, freiheitsentziehenden Maßnahmen, in der Pflege. Ohne Zweifel ist dies ein wichtiges und notwendiges Thema, um das sich die betreffenden Parteien(Ministerium; Schulwesen; Alters- und Pflegeheime) kümmern sollen. Am Rande werden dann andere Gewaltformen erwähnt.

Ich möchte an dieser Stelle von Gewalt in der Pflege gegen ältere Menschen, ausgeübt von professionellen Helfern und/oder Angehörigen sprechen. Also von Frauen und Männern, die hilfsbedürftige Menschen beschimpfen, schlagen, quälen und vernachlässigen.

Was geht in diesen Menschen vor, die in bestimmten Situationen, gegenüber der älteren, schwächeren Person gewalttätig werden.

Sie sind verzweifelt, hilflos und ohnmächtig. Und sie sehen andere in der Verantwortung; andere, die diesen Zustand verursachen. „Weil die so sind, weil die Situation so verfahren ist, geht’s mir so dreckig.“

Die Gewalt erlaubt es Ihnen, mit einem „Schlag“, diese Hilflosigkeit abzuschütteln und sich wieder, als Handelnden zu empfinden. Doch diese Erleichterung hält nicht lange vor. Ernüchterung tritt ein und das Erschrecken über die Tat. „Sie schämen sich, schwören sich, so etwas nie wieder zu tun.“ Über den Vorfall wird nicht gesprochen, jeder gibt sein Bestes, dass es nicht mehr passiert. Und tatsächlich es geht besser… bis zum nächsten Mal. Der Gewaltkreislauf dreht sich.
Die Gewalt kann ganz offensichtlich sein oder eher dezent und subtil.

Gewalt zerstört – Gewaltberatung hilft!

Hier finden sie Hilfe und Unterstützung: PhaEmoPraxisLëtzebuerg

* Ich habe diesen Artikel bereits an anderer Stelle gepostet. Ich habe ihn leicht korrigiert.

Riicht Eraus

Die luxemburgische Gewaltberatungsstelle Riicht Eraus feiert ihr 10 jähriges Bestehen. Ich selbst bin ebenfalls 10 Jahre dabei; zuerst als freier Mitarbeiter in besagter Beratungsstelle und seit 2011 in eigener Praxis.

Zusätzlich gibt es einen weiteren 10 jährigen Geburtstag zu vermelden; die Euline tut nun seit über 10 Jahren ihren Dienst. Ich merke eben, dass ich dieses Jahr viel zu feiern hab. 🙂

Ich habe Ende März die Euline, mit einem Stand, auf den Feierlichkeiten des Riicht Eraus vertreten. Der Erfolg für mich hielt sich in Grenzen, jedoch für den Riicht Eraus war es eine schöne Feier.

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03/2014

Namensänderung

In Kürze werde ich den Namen <Jerry’s Blog> ändern und auch sonst noch einige Veränderungen vornehmen. Manches wird verschwinden, anderes hinzukommen.

Ich werde mich auf diesem Blog, (fast) ausschließlich, mit Gewalt beschäftigen und hier besonders mit häuslicher Gewalt und deren Befriedung und Prävention.

Meine Webseite Gewaltberatung Luxemburgwird eng mit dem Blog verbunden sein.

An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich bei meinen Followern, Lesern und Kommentatoren für ihr Interesse und Treue zu bedanken.

Der definitive Name steht noch nicht fest.  Ich bastle noch daran herum.

Privat beschäftige ich mich mit der Gestaltung meines Rentendaseins und dazu gehört auch der Ausbau meiner Praxistätigkeit. In dem Sinne steht auch die Namensänderung meines Blogs.

Eupax Tagung

Am vergangenen Wochenende haben sich in Ludwigshafen/Rhein um die 30 PhaEmoBerater- Gewaltberater und Therapeut _innen aus Deutschland, Schweiz, Österreich und Luxemburg zu dem ersten Fachtag der Eupax getroffen. Bis heute war ich oft der einzige Luxemburger bei solchen oder ähnlichen Treffen, jedoch dieses Mal waren gleich 3 Kolleginnen mit dabei. Nächstes Jahr wird ein weiterer Kollege die Ausbildung beenden und dazu stoßen.

Ich habe viele mir bekannte und liebe Kolleg_innen und Freunde dort getroffen, aber auch neue Bekanntschaften machen dürfen.

Da wir zwar die gleiche Ausbildungen genossen haben, zum Teil auch mit dem gleichen Ausbilder, so arbeiten wir doch in sehr verschiedenen Arbeitsgebieten und mit unterschiedlichen Klientel. Es gibt daher Unterschiedlichkeiten und auch Gemeinsames, welches zu einem regen Ausstausch führte, der sehr ergiebig war. Ich habe interessante und erfüllende Tage erlebt und die Tagung war zwar die Erste ihrer Art, jedoch nicht die Letzte.

https://lnkd.in/gabWuMC

Intervisionsgruppe

Unsere mehr oder weniger regionale Intervisionsgruppe gedeit und wächst. Vor etlichen Jahren bin ich als 4 Teilnehmer dazu gestoßen und seither treffen wir uns 4 – 5 x pro Jahr. Unser Entstehungsort ist Mainz und hauptsächlich treffen wird uns dort, aber nicht nur. In diesem Jahr, haben wir uns bei mir in Luxemburg getroffen. Gegen Ende des Jahres ist ein Treffen an der Mosel in der Gegend von BernKastelKues geplant.
Seit kurzem hat sich ein weiterer Kollege uns angeschlossen; wir sind nicht nur international unterwegs, nein, seit gestern konnten wir die erste Kollegin in unserer Mitte begrüßen. Nun sind wir auch genderkonform, auch wenn das Verhältnis noch Luft nach oben hat.

Wenn ich mir jetzt so anschaue, von wo, wir alle herkommen, muss ich den ersten Satz eher in überregionale Gruppe umbenennen. Bei unsen Treffen wird eines immer deutlich, wie nützlich und notwendig Vernetzung  und Austausch sind. Die immer wieder beschriebene Vereinsamung von Kolleg_innen, welche alleine und isoliert arbeiten müssen, zeugt davon. Ich persönlich könnte mir Gewalt/Täterarbeit ohne Bezugsgruppe nicht vorstellen.