Archiv der Kategorie: Recht & Ordnung

Vergewaltigung, was ist das?

Wem soll mann/frau glauben? Mit dieser Fragestellung fängt das Dilemma bereits an und ich fürchte, es bleibt verworren und wir die Antwort schuldig.

Auf jeden Fall ist die/der Betroffene in der Beweisschuld; sie/er muss beweisen, dass … Und hier denken sich kluge Köpfe Kriterien aus, die vorliegen und beweisbar sein müssen, damit wie in diesem Falle, von Vergewaltigung geredet werden kann. Erst dann, kann geurteilt und Strafen verhängt werden. Oder auch nicht!

Ein Gewalttäter gibt die Verantwortung für die, von ihm ausgeübte, Gewalttat an das Opfer ab. Er tut dies vor der Tat, während der Tat und nach der Tat. Das Opfer seinerseits, nimmt diese Verantwortung an – sie/er denkt und fühlt sich schuldig. Zusätzlich zu den erlittenen körperlichen und seelischen Qualen, plagen die Betroffenen Schuldgefühle an der eigenen Not.

Um zumindest diese Qual zu lindern, wäre es dringend von Nöten, dass der Rechtsstaat diese Verschiebung und Verschleierung der Verantwortung für die Gewalttat klarstellt; nämlich zu dem Täter_in.

Das Sexualstrafrecht basiert auf Mythen

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Häusliche Gewalt im Hellfeld

Zahlen von 2013 zu häuslicher Gewalt in Luxemburg:

In 844 Fällen wurden polizeiliche Interventionen im Rahmen häuslicher Gewalt registriert, gegenüber 801 in 2012. 357 endeten damit, dass die gewalttätige Person der gemeinsamen Wohnung verwiesen wurde. Das bedeutet, dass hier in Luxemburg (fast) täglich eine Person Gewalt gegenüber einem anderen Menschen ausübt oder körperliche Gewalt androht.

In 312 Fällen fanden körperliche Angriffe auf eine Person fest, wovon 235 ohne Arbeitsunfähigkeit und 77 mit Arbeitsunfähigkeit einhergingen. Die übrigen Fälle verteilen sich auf andere Delikte, wie z. B. Freiheitsberaubung, Stalking oder Totschlagversuch.

An Wochenenden kommt es vermehrt zu Einsätzen der Polizei und zu Wegweisungen(303)

Auffallend ist der Monat Dezember; in dieser Zeit gab es die meisten Wegweisungen(43). Die Erklärung liegt nahe, dass dies mit der Weihnachtszeit zu tun hat. Das Fest der Liebe, während dem sich ein jeder vielleicht noch mehr am Riemen reisst, keinen Streit vom Zaun zu brechen oder aber begehen viele das Weihnachtsfest mit erhöhten Erwartungen an Frieden und Fröhlichkeit und überfordern sich und ihre Liebsten total.

Im August dagegen, gab´s die Wenigsten(19).

Die Täter_innen teilen sich je nach Geschlecht wie folgt auf: 583 Männer(69,11%) und 261 Frauen(30,89). Interessant und vielleicht überraschend sind die Gruppen der 30- 40 -jährigen und die 50+ am Gewalttätigsten!?

Eine Frage möchte ich noch hervor streichen; es gab 2013 offiziell 302 Männer, die Opfer von häuslicher Gewalt wurden. Wo sind die geblieben? Haben sie sich Hilfe gesucht? Haben sie Hilfe und Unterstützung gefunden? Gibt es Anlaufstellen für Männer, die Opfer von häuslicher Gewalt wurden?

Wie sehen die Beziehungen zwischen den Betroffenen und den Täter_innen aus, im Kontext der Wegweisungen?

311 Fälle wurden zwischen Männern und Frauen verübt: Eheleute(180), Lebenspartner_innen (121) und Ex-Partner_innen(8), Gepaxte(1) und Geschiedenen(1). Die übrigen verteilen sich auf Gewalt zwischen Eltern und Kindern, Kindern und Eltern, Geschwister, Grossmutter und Enkel und Stiefeltern und Kinder und umgedreht.

In Zahlen heisst das, dass 28 Jungs gegenüber ihren Eltern gewalttätig wurden. Im umgedrehten Fall halten Väter und Mütter sich (fast) die Waage. Die Opfer sind aber überwiegend Söhne.

Quelle: http://www.mega.public.lu/fr/publications/brochures-etudes/2014/rapport-cooperation-violence/Rapport-au-gouvernement-2013—Version-finale.pdf

18.12.2013 – Die Welt – Kindesmissbrauch: 35 Jahre Haft für Lostprophets-Sänger Ian Watkins

Auszug aus den europäischen Richtlinien für erfolgreiche Täterarbeit(Eurit) der Eupax:

Sofern eine justizielle Verfolgung stattfindet, befürwortet Täterarbeit ausdrücklich die Bestrafung von gewalttätigem Verhalten. Eine Veränderung des Klientels erfolgt hierdurch jedoch nicht, dazu bedarf es einer qualifizierten, professionellen Bearbeitung.
(EURIT 2012)

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18.12.13
Kindesmissbrauch
35 Jahre Haft für Lostprophets-Sänger Ian Watkins

Lostprophets-Sänger Ian Watkins muss wegen pädophiler Übergriffe für 35 Jahre in Haft. Reuig zeigte sich der 36-Jährige nicht, die Vorwürfe seien „megalustig“ – auch hätten ihn Fans sexuell bedrängt.

Von Kerstin Rottmann

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Urteilsspruch: Kinderschänder

Verzweifelt versuchen wir eines der schrecklichsten Verbrechen zu verstehen und zu erklären. Viele Menschen machen es sich einfach und lassen ihren Rachegelüsten und Gewaltfantasien freien Lauf und fordern lebenslängliche Haftstrafen, über radikale Schwanz-ab-Sprüche bis hin zu die Todesstrafe wieder einführen.

Ich kann solche Gedanken und Ideen nachvollziehen und ich selbst entwickle ähnliche Fantasien, wenn ich mich meiner Ohnmacht, Hilflosigkeit und Verzweiflung hingebe, die mich bei diesem Thema oft packt.

Wieso macht ein Mensch sowas? Eine Erklärung auf die mann/frau in letzter Zeit oft trifft ist die der sexuellen Präferenzstörung, welche wie alle anderen sexuellen Präferenzen, zu allem Übel auch noch nicht therapierbar ist. Die berliner Charité arbeitet nach diesem Ansatz und betreibt eine Ambulanz(Kein Täter werden).

Ich habe eine andere Sichtweise und ein anderes Verständnis von diesen Dingen und weiss sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss. Doch scheint nun erstere den Weg zu Justitia bereits gefunden zu haben, was mich sehr erschreckt, da ein rezentes Urteil in Berlin nach diesen Massstäben gesprochen wurde!

„Richterin Iris Berger zu dem Kinderschänder: „Sie können nichts für Ihre sexuelle Präferenz für vorpubertäre Mädchen, aber Sie müssen und können lernen, das zu kontrollieren…“

Hier der ganze Artikel dazu:

http://www.bild.de/regional/berlin/kindesmissbrauch/prozess-um-einen-kinderschaenner-33462206.bild.html

Polizeistatistik 2012

Laut den Zahlen der luxemburgischen Polizei stiegen die Anzeigen öffentlicher Gewalt um 9 und die Fälle von häuslicher Gewalt um 19%, verglichen mit 2011.

801 polizeiliche Einsätze im letzen Jahr in den eigenen 4 Wänden und 357 Wegweisungen. Die Einsätze verzeichnen eine deutliche Zunahme(+126), wogegen die Wegweisungen im gleichen Zeitraum um 26 Fälle stiegen.

Bei 1/4 der Fälle sind die Täter Frauen. Dies scheint eine neue Entwicklung zu sein. Die Darstellung häuslicher Gewalt in den öffentlichen Medien ist auch für dieses Jahr ausschliesslich männlich geprägt, obwohl die dazu benutzten Fotos neue sind.

Doch bleibt es dabei, dass 3/4 der Täter Männer sind.

Zu beachten gilt es, dass dies polizeiliche Angaben sind, also Zahlen aus dem Hellfeld! Die Dunkelzahlen für häusliche und sexuelle Gewalt dürften um ein vielfaches höher liegen.(Dies bezeichnet die Gewalttaten, welche nicht öffentlich werden)

Menschen, die ihre häusliche und/oder sexuelle Gewalt beenden möchten, können sich an folgende Adresse wenden, dort wird ihnen zunächst anonym geholfen. Sie können sich telefonisch oder per Mail an uns wenden: http://www.euline.eu