Archiv der Kategorie: Täterarbeit

Neue Räume

Meine Fachpraxis für gewalttätige Menschen, welche Ihre Gewalt beenden wollen, in neuem Gewand.

Nahe an der A1 gelegen und daher schnell und bequem zu erreichen.

Besuchen Sie mich im Netz unter Fachpraxis  oder schreiben/rufen an bei Hotline für gewalttätige Menschen

Wieso schlägt mann/frau zu? Teil 3

Der oder die Gründe/Situationen, in denen die meisten Menschen gewalttätig werden sind Überforderung und Hilflosigkeit.

Letzteres ist ein Gefühlszustand, welcher niemand von uns gerne ausgesetzt ist. Und wenn versuchen wir schnellstens diesen zu beenden. Besonders Männern fällt es schwer sich oder anderen einzugestehen, nicht weiter zu wissen und Hilfe zu benötigen. Dies wird mit Schwäche und Versagen gleichgesetzt und wer will schon als schwach und hilfsbedürftig betrachtet werden. Dies ist auch mit ein Grund, wieso Männer öfters gefährdet sind gewalttätig zu werden, als Frauen. Unsere Gesellschaft billigt den Frauen eher zu sich Hilfe zu holen. Männer müssen alleine klar kommen.

In der Täterarbeit findet mann/frau dann auch entsprechende Themen wieder; Geschlechterrollen und Bilder, Sozialisation von Frauen und Männern, Umgang mit Gefühlen u.s.w.

Ein Mensch, der mit sich selbst in Kontakt ist, dessen Aufmerksamkeit in sein Inneres gerichtet ist, kann nicht gewalttätig werden, weder gegen sich selbst, noch gegen andere.

http://www.gewaltberatungluxemburg.wordpress.com

KONFLIKT.GEWALT. – Newsletter Januar 2019

Neues von den Schweizer Kollegen. Besonders interessant zu lesen sind die Erfahrungsberichte von Betroffenen.

KONFLIKT.GEWALT. – Newsletter Januar 2019
— Weiterlesen mailchi.mp/konflikt-gewalt/konfliktgewalt-newsletter-nr-1-januar-503263

Ausufernde Gewalt

Kürzlich veröffentlichte die Polizei in Deutschland ihre Statistik für 2017 über häusliche Gewalt und schockte die Öffentlichkeit mit einer schrecklichen und kaum zu glaubenden Zahl!

Jeden Tag stirbt eine Frau in Deutschland durch die Hand eines Partners oder Ex-Partners.

Nun erschütterte eine Beziehungstat auch Luxemburg. Am 02. Januar rannt ein Mann mit seinem Wagen in eine Gruppe von Menschen und verletzte dabei 3 Erwachsene und zwei Kleinkinder unterschiedlich schwer. Eines der Kleinkinder sollte kurz nach der Tat an den Folgen seiner Verletzungen sterben.

Unter den Verletzten befand sich die Ex- Freundin des Täters und ihr gemeinsames Kind, welches verstorben ist.

Die näheren Umstände sind, außer den Genannten, ungewiss.

Jemand fragte mich, ob ich(Tätertherapeut) denn auch solch einen Mann verstehen könnte. Ich habe ziemlich schnell mit einem klaren ja geantwortet.

Ich habe eine Vorstellung davon, was möglicherweise in so einem Mann vorgeht. So würde ich an ihn herangehen und ihm begegnen. Wenn sich meine Hypothese bestätigt, könnte ich mit ihm arbeiten, wenn nicht würde ich sie anpassen, bzw. könnte ich auch zu dem Schluss kommen, dass ich nicht mit dem Mann arbeiten könnte.

Aber zurück zur Tat und dem Ereignis. Die Öffentlichkeit erfährt von solchen Dingen an einem Punkt, an dem bereits vieles passiert ist. Von der Vorgeschichte wissen die Wenigsten. Sozusagen beschäftigten sich die Menschen mit der Spitze des Eisberges. Der Teil, welcher unterhalb der Wasseroberfläche liegt, bleibt verborgen. Den Meisten wird dieser Blick genügen und ihre Meinung über den Vorfall wird davon geprägt und beeinflusst sein.

Wie oben angedeutet ist diese verabscheuungswürdige Tat das Ergebnis einer langjährigen Entwicklung und sollte keinesfalls isoliert betrachtet werden. Alleine deshalb, weil wir daraus lernen könnten und weitere ähnliche Taten verhindern könnten.

Viele Appelle an Täter verschallen ohne Resonanz im Nirwana und sind somit nutz- und sinnlos. Sie taugen wohl lediglich um das Gewissen zu beruhigen und um festgefahrene Vorurteile gegenüber Tätern weiter zu bekräftigen.

Ähnlich den Kampagnen der Securité routière entlang unserer Straßen verfehlt diese Art der Ansprache ihr Ziel. Die meisten Männer fühlen sich weder als Raser noch als Gewalttäter angesprochen. Sie identifizieren sich nicht mit denen; sie sagen sich: „Ich bin das nicht, solche schlimmen Dinge mache ich nicht, ich bin nicht wie Die!“

Daher ist es wichtig zu wissen, dass die meisten Täter von Tötungsdelikten „klein“ angefangen haben. Und niemand hat das ernst genommen. Sie selbst am Wenigsten. Aber auch das Umfeld; nach wie vor nehmen, die meisten Menschen Beziehungsprobleme, Streitigkeiten oder Ähnliches von Familienmitgliedern, Kollegen, Freunden und Nachbarn, als private Angelegenheiten wahr. Und die Betroffenen erst recht. Auch die Schulen verschließen ihre Augen, wenn Kinder Hinweise auf häusliche Gewalt äußern.

 

Täterarbeit in Frankfurt

Meine Kollegin betreibt in Frankfurt ein Institut an dem sie, neben anderen Dingen, auch Täter(innen)beratung anbietet.

Hier ein kleiner Einblick:

www.linkedin.com/pulse/gewalt-passiert-nicht-ist-eine-entscheidung-sylvia-sophia-assmann

Überarbeitung meiner Seite

Ich, als absoluter Laie, in Sachen PC und Netz taste mich an dieses Medium nach der Versuch und Irrtum- Methode heran. Und das dauert seine Zeit bis etwas entsteht oder ein Upgrade erfolgt. Oh mann/frau!

Ausser mir wird, überraschende Weise, Hilfe zu Teil. So nun geschehen durch eine Netzbekannte, die mich sehr unterstützt hat.

Ich habe meine Seite überarbeitet, Schreibfehler ausgemerzt, Anreden korrigiert und einiges abgeändert.

Vielen Dank nochmal an dich für deine wertvollen Rückmeldungen. Euch anderen empfehle ich einen Besuch auf meiner Seite.

Danke.

Arbeitsansatz, einmal anders

“ Was hast du auf dem Weg gelernt?

– ich habe gelernt, sagte der Prinz, dass die Welt der Spiegel meiner Seele ist. Dass meine Seele nicht die Welt sieht, sondern sich in der Welt.

Wenn sie verspielt ist, scheint die Welt fröhlich zu sein. Wenn sie bedrückt ist, scheint die Welt traurig zu sein. Die Welt ist weder traurig noch fröhlich. Sie ist da; sie existiert; das ist alles. Es war nicht die Welt, die mich verstörte, sondern die Idee, die ich mir darüber machte. Ich habe gelernt es zu akzeptieren, ohne es zu bewerten, gänzlich und bedingungslos.

– das ist die dritte Weisheit, sagt der alte Mann. Jetzt bist du mit dir, mit den anderen und mit der Welt in Einklang.

Der kleine Prinz, Antoine de Saint Exupéry
(freie Übersetzung ohne Gewähr)

Der kleine Prinz

Auf fb gepostet von:

https://www.facebook.com/alain.aussenac?fref=hovercard&hc_location=none

Diese Zeilen, besonders die in Blau, untermalen in lyrischer Form, unseren Arbeitsansatz in der Arbeit mit Tätern. Täter machen sich ein Bild von ihrem Umfeld und den darin vorkommenden Personen und Ereignissen und nehmen dies als absolute Wahrheit wahr. Wie der kleine Prinz gilt es zu merken, dass das, was wir denken zu sehen, unsere eigenen Sicht der Dinge ist und nicht zwangsläufig unumstößliche Fakten. -> Es ist nicht meine Frau, die mich verstörte, sondern die Idee, die ich mir über meine Frau machte.

PhaEmoPraxis Letzebuerg

Was ist mit den Täter_innen?

Auch der/dem Täter_in gebührt unsere Aufmerksamkeit und Solidarität und dem gegenüber, eine klare und deutliche Ablehnung und Ächtung seiner/ihrer Tat. Diese Gewalttaten haben eine Vorgeschichte; sie sind die Spitze eines (Beziehungs)Eisberges, den wir jetzt wahrnehmen, da die/der Betroffene(r), in ihrer Not, die Gewalt aus den eigenen vier Wänden nach Aussen und in die Öffentlichkeit getragen, um sich und ihr Kind zu retten. Häusliche, familiäre oder Beziehungsgewalt, findet im Verborgenen statt; beide, Opfer und Täter, schweigen aus Scham.

Diese Isolation, dieses Schweigen gilt es zu durchbrechen und sich einem Dritten anzuvertrauen. Ihr Anruf bei uns, ist der erste Schrit!

Für Menschen mit Gewaltproblemen bietet die TäterHotline – Euline – einen schnellen, anonymen und niedrigschwelligen Weg zur ersten Kontaktaufnahme mit ausgebildeten Gewaltberatern per Telefon. Anschließend vermitteln wir sie an Fachleute unseres Vertrauens vor Ort weiter. In der Beratung lernen sie den Gewaltkreislauf zu unterbrechen und zu verlassen und so die Gewalt zu beenden.

Rufen sie an!

Luxemburg: 26 62 12 11

Deutschland: 01805 43 92 58

oder schreiben sie uns eine Mail und/oder besuchen uns im Netz:

Euline

Gewaltberatung Luxemburg

Eupax Fachverband Gewaltberater & Tätertherapeuten