Schlagwort-Archive: Frauengewalt

Täterarbeit in Frankfurt

Meine Kollegin betreibt in Frankfurt ein Institut an dem sie, neben anderen Dingen, auch Täter(innen)beratung anbietet.

Hier ein kleiner Einblick:

www.linkedin.com/pulse/gewalt-passiert-nicht-ist-eine-entscheidung-sylvia-sophia-assmann

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Männer, als Betroffene von häuslicher Gewalt!?

Wäre schön, wenn genug Geld zusammenkäme, die Selbstbeschreibung: Seit mehreren Jahren recherchiert die Filmemacherin Joanna Bielinski über das Thema „häusliche Gewalt an Männern“ – ein Tabuthema, das offenbar viel öfter vorkommt als angenommen. Frauen, die Gewalt ausüben, passen nicht in unser Gesellschaftsbild. Frauen gelten generell als Opfer und nicht als Täter. Die männliche Rolle sieht […]

über Filmprojekt über häusliche Gewalt gegen Männer sucht Unterstützung — uepsilonniks

Männer, als Betroffene

Wir bedanken uns bei Sven Schmalz vom Internetradiosender “Radioaktiv Lübeck“, der ein Interview von knapp einer Viertelstunde mit einem Mitglied unserer Initiative zur Gewaltschutzwohnung, dem Männerberatungsnetzwerk und unsererer Organisation aufzeichnete und heute um 14 Uhr senden wird. Darüberhinaus kann das Interview unter diesem Link abgerufen werden. Herzlichen Dank! __ Unter diesem Link können Sie unsere […]

über Radioaktiv Lübeck veröffentlicht Interview — Gleichmaß e.V.

Zahlen zur häuslichen Gewalt

Der jährliche Bericht über häusliche Gewalt liegt vor; eigentlich müsste mann/frau einschränkend sagen, über häusliche Gewalt aus dem Hellfeld.

Ebenfalls erlauben uns die Zahlen häusliche Gewalt differenzierter zu betrachten. Letztes Jahr wurden 242 Wegweisungen verfügt, die sich wie folgt aufteilen:

12x wurde ein gewalttätiges Kind weggewiesen, welches gegenüber einem Erwachsenen tätig wurde.

5x war dies für einen Erwachsenen gegenüber einem Kind, der Fall.

222x wurde ein Erwachsener gegenüber seinem Partner gewalttätig und wurde weggewiesen. In der Mehrzahl dieser Übergriffe war der Täter ein Mann.

Es bleibt anzumerken, dass diese Statistik 10% der Gewalttaten erfaßt. Über die Dunkelziffer, die logischerweise den höheren Anteil ausmacht, wird dagegen keine einzige Silbe verloren.

Hier detaillierter nachzulesen:

Bericht Häusliche Gewalt 2015

Ursachenforschung

Immer, wenn von Gewalt die Rede ist, taucht die Frage nach dem warum auf!? Aus verständlichen Gründen, natürlich. Wir Menschen bedürfen für unseren inneren Frieden Antworten auf Fragen, die uns beschäftigen.

Meine Kollegen und ich vertreten die Meinung, daß Menschen gewalttätig werden, wenn sie mit ihren Strategien und ihrer Sprache am Ende sind. „Ich weiß meinen Händen keinen Rat mehr.“ – sagt ein luxemburgisches Sprichwort. Sie können sich nicht (mehr) mitteilen.

Männern werden im allgemeinen Macht und Kontrolle unterstellt, wenn sie gewalttätig geworden sind. Frauen dagegen Hilflosigkeit und Frust.

Ich glaube, daß es hier bei den Geschlechtern keine wesentlichen Unterschiede gibt; Hilflosigkeit, Ohnmacht* und Verzweiflung sind die treibenden Kräfte, die uns an den Rand unserer Möglichkeiten treiben.

In der aktuellen Ausgabe finden sie hierzu einen Artikel:

Psychologie Heute

*= Ohnmacht bedeutet Einflußlosigkeit, das Verlieren vom Bewußtsein. Macht bezieht sich demnach auf die Macht, welche mann/frau selbst über seinen Körper hat, bzw. nicht mehr hat.

Die Versuchung ist natürlich groß Ohnmacht, als Ohn(e)macht auf andere zu interpretieren. Als eine Macht, welche mann/frau auf jemanden ausgeübt hat und die mann/frau verloren hat und die mann/frau sich nun mit Gewalt zurück nehmen will.

10 Jahre Euline – Gewalthotline

Wolfsburg. Der europäische Fachverband für Gewaltberatung und Tätertherapie eupax feierte 2014 das 10-jährige Bestehen seiner Gewalthotline.
In der Auswertung der jahrelangen Arbeit wird die Bedeutsamkeit für die Beendigung von Gewalt und damit für einen nachhaltigen Opferschutz deutlich. Die Wahrung der Anonymität der Anrufer und die professionelle und kompetente Erstberatung am Telefon ermöglichen einen Einstieg in eine weitergehende Begleitung durch eine regionale Beratungsstelle. Wirksamer Opferschutz setzt somit bei den Verursachern von Gewalt an: den Menschen, die Gewalt ausüben.

Im Rahmen dieses Jubiläums treffen sich Mitglieder der eupax mit Vertretern_innen der Justiz in Wolfsburg zu einem Fachgespräch. Thema der Veranstaltung ist ¨Entwicklung oder Stillstand – Gewalt verhindern¨. Hier sollen Möglichkeiten des Zusammenspiels von justizieller Sanktionierung und der Befähigung zur Veränderung durch professionelle Beratung und Therapie von Tätern_innen dargestellt und erörtert werden.

Dass häusliche Gewalt auch Jahre nach umfangreichen Gesetzesänderungen im gesamten deutschsprachigen Raum Europas nach wie vor ein drängendes Problem ist, zeigt die jüngst erschienene europaweite Studie zur geschlechtsspezifischen Gewalt gegen Frauen (Agentur der europäischen Union für Grundrechte, FRA, 2012).
Nach dieser Erhebung haben ca. 33 % aller europäischen Frauen seit ihrer Jugend mindestens einmal körperliche Gewalt erlebt. 22 Prozent aller Befragten gaben an, körperliche oder sexuelle Gewalt durch den Partner erfahren zu haben.
Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass sich nur 15 Prozent der Opfer von Gewalt an die Polizei wenden. Ein Großteil der Gewalt im Bekannten-, Freundes- und Familienkreis bleibt weitestgehend im Dunklen. Unberücksichtigt bleiben in dieser Erhebung die männlichen Opfer von Gewalt, die in zunehmendem Maße auch von Frauen gegen ihre Partner ausgeübt wird.
Dass viele dieser Täter_innen bereit sind, aus ihrem gewalttätigen Verhalten auszusteigen, zeigt die Erfahrung der Täterhotline. In 90% der Fälle erfolgt über sie eine Vermittlung an Gewaltberatungsstellen, die die Klienten befähigen, Konflikte gewaltfrei zu lösen.

18.11.2009 – Die Zeit – Männerhaus: Ein Ort für geschlagene Männer

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Männerhaus

Ein Ort für geschlagene Männer

In Brandenburg steht das erste Männerhaus, das kaum einer kennt. Zwei von den Frauen enttäuschte Rentner kümmern sich um die misshandelten Männer.

von Çiğdem Akyol

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