Schlagwort-Archive: Gewaltberatung Luxemburg

Arbeitsansatz, einmal anders

“ Was hast du auf dem Weg gelernt?

– ich habe gelernt, sagte der Prinz, dass die Welt der Spiegel meiner Seele ist. Dass meine Seele nicht die Welt sieht, sondern sich in der Welt.

Wenn sie verspielt ist, scheint die Welt fröhlich zu sein. Wenn sie bedrückt ist, scheint die Welt traurig zu sein. Die Welt ist weder traurig noch fröhlich. Sie ist da; sie existiert; das ist alles. Es war nicht die Welt, die mich verstörte, sondern die Idee, die ich mir darüber machte. Ich habe gelernt es zu akzeptieren, ohne es zu bewerten, gänzlich und bedingungslos.

– das ist die dritte Weisheit, sagt der alte Mann. Jetzt bist du mit dir, mit den anderen und mit der Welt in Einklang.

Der kleine Prinz, Antoine de Saint Exupéry
(freie Übersetzung ohne Gewähr)

Der kleine Prinz

Auf fb gepostet von:

https://www.facebook.com/alain.aussenac?fref=hovercard&hc_location=none

Diese Zeilen, besonders die in Blau, untermalen in lyrischer Form, unseren Arbeitsansatz in der Arbeit mit Tätern. Täter machen sich ein Bild von ihrem Umfeld und den darin vorkommenden Personen und Ereignissen und nehmen dies als absolute Wahrheit wahr. Wie der kleine Prinz gilt es zu merken, dass das, was wir denken zu sehen, unsere eigenen Sicht der Dinge ist und nicht zwangsläufig unumstößliche Fakten. -> Es ist nicht meine Frau, die mich verstörte, sondern die Idee, die ich mir über meine Frau machte.

PhaEmoPraxis Letzebuerg

Advertisements

Intentionen von Gewalt

Hartnäckig hält sich die Annahme, dass Gewalt gegen Frauen(häusliche Gewalt), ausgeübt von Männern, i.d.R. von ihren Partnern, aus Machtbestreben besteht. Also dass die Männer die Macht über ihre Partnerin auf-und/oder ausbauen oder zurück gewinnen möchte. Auf jeden Fall geht es um Macht, um die Frauen zu unterdrücken.

Es gibt natürlich böse und sadistische Männer, mit krimineller Energie oder denen es Spaß macht andere Menschen zu quälen. Die Einen gehören angeklagt und vors Gericht gestellt und die anderen behandelt und/oder in die Psychiatrie überführt.

Ich will über die Mehrzahl von Männer reden, die so sind wie du und ich. Und diesen Männern geht es nicht um Macht, sondern um Ohnmacht und Hilflosigkeit. Genauer genommen, geht es Ihnen um die Abwehr deren. Diese beiden Zustände sind sehr schwer auszuhalten, besonders für Männer, da diesen doch seit Kindertagen erzählt wird, wie stark sie sind und was sie zu tun haben um echte Männer zu werden. Ein Mann, der nicht mehr weiter weiß, der sich nicht(mehr) zu helfen weiß, ist schwach. Und welcher Mann, will schon schwach sein!?

Es ist natürlich falsch andere für seine eigenen Probleme und Schwierigkeiten verantwortlich zu machen und die vermeintlich Schuldigen anzugehen. Ihre irrige Lösung für ihr Problem liegt genau hier; mit einem Schlag, im doppelten Sinne des Wortes, erlangt er seine Handlungsfähigkeit zurück.

Die Beratung setzt hier an; die meisten Männer sind entsetzt darüber, was sie da tun und wissen, dass es falsch ist. In der Gewaltberatung/Tätertherapie   lernen die Männer sich ihrer Hilflosigkeit zu stellen und die Verantwortung für die Lösung ihres Problems selbst in die eigenen Hände zu nehmen.

Weiterführende Links zum Thema häusliche Gewalt und Täterarbeit:

Hotline für gewalttätige Menschen

Fachverband für Gewaltberater/Tätertherapeuten

PhaEmoPraxis®Lëtzebuerg

Institut Lempert Hamburg/Wien

Sexualität und Gewalt

Heute interessiert mich eher der semantische Aspekt dieser Gewalt, als der Inhaltliche.

Sprechen wir von sexueller Gewalt oder von sexualisierter Gewalt!?

Vielleicht sagt der Eine oder Andere, das ist doch gleich. Die beiden Begriffe bedeuten doch das Gleiche.

Ja stimmt, die beiden Begriffe reden von den gleichen Dingen, von Sex und Gewalt.

Und doch möchte ich auf einen wesentlichen Aspekt aufmerksam machen.

Ich plädiere dafür ausschließlich den Begriff sexualisierte Gewalt zu benutzen.

Sexuelle Gewalt macht klar um was es geht, um Sex und Gewalt!

Sexualisierte Gewalt dagegen zeigt klar auf, dass eine Person die Gewalt sexualisiert und dafür die Verantwortung trägt. Nicht die Gewalt an sich ist sexuell, sondern sie wird sexuell gemacht.(Kavemann 1996)

Heynen (2000) benennt den Unterschied folgendermaßen: »Sexualisierte Gewalt betont primär, dass die Gewalt im Vordergrund steht und sexualisiert wird. Sexuelle Gewalt hebt im Vergleich zu physischer und psychischer Gewalt hervor, dass die Gewalt mit sexuellen Mitteln ausgeübt wird.

Sexualisierte Gewalt hat nichts mit Sex zu tun, sowenig wie eine VerGEWALTigung etwas mit Sex zu tun hätte. Sie hat etwas, wie der Name es bereits sagt, mit Gewalt.

Das interessante daran ist der Fingerzeig auf die Verantwortung, die derjenige trägt, der sexualisierte Gewalt ausübt. Das entspricht genau meinem Arbeitsansatzes – die Gewalt dort zu bekämpfen, wo sie entsteht – beim Täter_in.

(Teile dieses Postings entstammen einer Facharbeit, deren Quelle mir unbekannt ist)

Egalite des chances/Mamer

Informationen betreffend häusliche Gewalt für Betroffene und einige nützliche Adressen für gewalttätige Menschen, die ihre Gewalt beenden wollen.

Es ist etwas umständlich, aber hier finden sie die entsprechende Broschüre:

Link Informationen anklicken -> Seite Mamer.lu herunter scrollen

Punkt Nr.8 anklicken

Meine Adresse finden auf Seite 19 der Broschüre.

Weiterführende Links:

Gewaltberatung Luxemburg

Euline – Hotline für gewalttätige Menschen

Fachverband für Gewalt- und Tätertherapeuten

 

Namensänderung

In Kürze werde ich den Namen <Jerry’s Blog> ändern und auch sonst noch einige Veränderungen vornehmen. Manches wird verschwinden, anderes hinzukommen.

Ich werde mich auf diesem Blog, (fast) ausschließlich, mit Gewalt beschäftigen und hier besonders mit häuslicher Gewalt und deren Befriedung und Prävention.

Meine Webseite Gewaltberatung Luxemburgwird eng mit dem Blog verbunden sein.

An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich bei meinen Followern, Lesern und Kommentatoren für ihr Interesse und Treue zu bedanken.

Der definitive Name steht noch nicht fest.  Ich bastle noch daran herum.

Privat beschäftige ich mich mit der Gestaltung meines Rentendaseins und dazu gehört auch der Ausbau meiner Praxistätigkeit. In dem Sinne steht auch die Namensänderung meines Blogs.