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Vergewaltigung, was ist das?

Wem soll mann/frau glauben? Mit dieser Fragestellung fängt das Dilemma bereits an und ich fürchte, es bleibt verworren und wir die Antwort schuldig.

Auf jeden Fall ist die/der Betroffene in der Beweisschuld; sie/er muss beweisen, dass … Und hier denken sich kluge Köpfe Kriterien aus, die vorliegen und beweisbar sein müssen, damit wie in diesem Falle, von Vergewaltigung geredet werden kann. Erst dann, kann geurteilt und Strafen verhängt werden. Oder auch nicht!

Ein Gewalttäter gibt die Verantwortung für die, von ihm ausgeübte, Gewalttat an das Opfer ab. Er tut dies vor der Tat, während der Tat und nach der Tat. Das Opfer seinerseits, nimmt diese Verantwortung an – sie/er denkt und fühlt sich schuldig. Zusätzlich zu den erlittenen körperlichen und seelischen Qualen, plagen die Betroffenen Schuldgefühle an der eigenen Not.

Um zumindest diese Qual zu lindern, wäre es dringend von Nöten, dass der Rechtsstaat diese Verschiebung und Verschleierung der Verantwortung für die Gewalttat klarstellt; nämlich zu dem Täter_in.

Das Sexualstrafrecht basiert auf Mythen

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Opfer und Täter, zwei Perspektiven

Durch den Hinweis eines Kollegen auf einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung( Ein Tag im Herbst Familiendrama auf Seite3) war ich sehr berührt und irritiert zu gleich. Dermaßen, dass ich nun darüber schreibe.

Der Artikel betrachtet auf eindrucksvolle und, wie bereits gesagt, berührende Art und Weise die Opferseite. Und es gibt viele Opfer; in erster Linie der damals 4-jährige Valentino, seine Zwillingsschwester Lilly, die Mutter. Vom Vater, dem Täter erfahren wir wenig.

Die Sendung Hart aber fair schaut sich, bzw. versucht zumindest beide Seiten darzustellen..

Und es fällt mir schwer, auch jetzt, mich zu entscheiden. Ich pendele hin und her, zwischen Opfer und Täterseite. Eine innere Stimme ermahnt mich, dass es ja nur eine Antwort geben kann! Und die Darstellung in den Medien zwingt mich gradezu meinem Zorn auf den Täter freien Lauf zu lassen und ihm … an den Hals zu wünschen.

Kurze Erläuterung, um was es hier eigentlich geht. Der Artikel steht mir leider nicht zu Verfügung. Der Vater der Zwillinge hat in der Abwesenheit der Mutter seinen Sohn so geschüttelt, dass dieser schwer verletzt im Krankenhaus behandelt werden musste und heute, über ein Jahr später, noch stark unten den Folgen seiner Verletzungen zu leiden hat.

Ich entscheide mich für die Täterseite. Warum? Nun weil ich das bereits vor längerer Zeit getan habe, in dem ich mich zum Gewaltberater und Tätertherapeuten hab ausbilden lassen. Aber auch, weil ich beide Seiten nicht gerecht werden kann. Beide haben ihre berechtigte Daseinsberechtigung.

Ich verabscheue und lehne die Gewalttat absolut ab, sehe aber auch den Menschen, den Vater, den Mann hinter der Tat. Und dem biete ich meine Hilfe und Unterstützung an.

Hier der Link zur Sendung: ab min. 50´20″

http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendungen/2014/0428/index.php5

Fortsetzung folgt.

18.12.2013 – Die Welt – Kindesmissbrauch: 35 Jahre Haft für Lostprophets-Sänger Ian Watkins

Auszug aus den europäischen Richtlinien für erfolgreiche Täterarbeit(Eurit) der Eupax:

Sofern eine justizielle Verfolgung stattfindet, befürwortet Täterarbeit ausdrücklich die Bestrafung von gewalttätigem Verhalten. Eine Veränderung des Klientels erfolgt hierdurch jedoch nicht, dazu bedarf es einer qualifizierten, professionellen Bearbeitung.
(EURIT 2012)

teampago

18.12.13
Kindesmissbrauch
35 Jahre Haft für Lostprophets-Sänger Ian Watkins

Lostprophets-Sänger Ian Watkins muss wegen pädophiler Übergriffe für 35 Jahre in Haft. Reuig zeigte sich der 36-Jährige nicht, die Vorwürfe seien „megalustig“ – auch hätten ihn Fans sexuell bedrängt.

Von Kerstin Rottmann

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Urteilsspruch: Kinderschänder

Verzweifelt versuchen wir eines der schrecklichsten Verbrechen zu verstehen und zu erklären. Viele Menschen machen es sich einfach und lassen ihren Rachegelüsten und Gewaltfantasien freien Lauf und fordern lebenslängliche Haftstrafen, über radikale Schwanz-ab-Sprüche bis hin zu die Todesstrafe wieder einführen.

Ich kann solche Gedanken und Ideen nachvollziehen und ich selbst entwickle ähnliche Fantasien, wenn ich mich meiner Ohnmacht, Hilflosigkeit und Verzweiflung hingebe, die mich bei diesem Thema oft packt.

Wieso macht ein Mensch sowas? Eine Erklärung auf die mann/frau in letzter Zeit oft trifft ist die der sexuellen Präferenzstörung, welche wie alle anderen sexuellen Präferenzen, zu allem Übel auch noch nicht therapierbar ist. Die berliner Charité arbeitet nach diesem Ansatz und betreibt eine Ambulanz(Kein Täter werden).

Ich habe eine andere Sichtweise und ein anderes Verständnis von diesen Dingen und weiss sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss. Doch scheint nun erstere den Weg zu Justitia bereits gefunden zu haben, was mich sehr erschreckt, da ein rezentes Urteil in Berlin nach diesen Massstäben gesprochen wurde!

„Richterin Iris Berger zu dem Kinderschänder: „Sie können nichts für Ihre sexuelle Präferenz für vorpubertäre Mädchen, aber Sie müssen und können lernen, das zu kontrollieren…“

Hier der ganze Artikel dazu:

http://www.bild.de/regional/berlin/kindesmissbrauch/prozess-um-einen-kinderschaenner-33462206.bild.html

Wie Pädokriminelle ticken, kann mann/frau hier in diesem Artikel lesen.(jf)

Brights - Die Natur des Zweifels

Kardinal Roger Mahony hatte offenbar 1986/87 mit einem damaligen kirchlichen Missbrauchsreferenten eine Strategie entworfen, um drei Priester den polizeilichen Ermittlungen zu entziehen. Diese Priester hatten der Kirchenleitung Pädophilie gestanden.

kath.net

Der US-amerikanische Kardinal Roger Mahony (Foto) soll kircheninternen Akten zufolge pädophile Priester gezielt vor Strafverfolgung geschützt haben. Laut den Dokumenten von 1986 und 1987, aus denen die Zeitung «Los Angeles Times» (Montagnachmittag Ortszeit) zitierte, entwarfen Mahony als damaliger Erzbischof von Los Angeles und der für Missbrauchsfälle zuständige Referent Thomas Curry eine Strategie, um drei Priester, die der Kirchenleitung sexuellen Missbrauch von Kindern gestanden hatten, polizeilichen Ermittlungen zu entziehen.

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