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Sexmaschinen und explodierende Dampfkessel: 130 Jahre Mythenbildung männliche Sexualität

„Mann kann(will) immer – ein hartnäckiges Mythos! Es beginnt zu bröckeln!?“

Männer im Betrieb.de

Ex_Libris_Dr.R.von_Krafft-EbingErst vor einiger Zeit fand in der Sexualtherapie bzw. Beratung ein Perspektivenwechsel statt. Könnte es nicht sein, dass es in Wahrheit die Männer sind, nicht die Frauen, die keine Lust auf Intimitäten haben – selbst wenn alle Beteiligten (allen voran die betroffenen Männer), lauthals das Gegenteil behaupten. Die Einsicht machte sich breit, dass nicht alle Männer Lust haben, stets leistungsbereite Initiatoren, Planer und Exekutivorgane des Bettgeschehens zu sein. Eines Coitus bei dem sie sich alleinverantwortlich für den Orgasmus sehen – nicht bloß den eigenen, sondern auch den der Partnerin. Diese Einsicht ist wie gesagt relativ jung. Hinterher ist man bekanntlich immer schlauer. Umso interessanter ist es nun einmal einen Blick zurück auf die Medizingeschichte zu werfen:

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit der doch eigentlich schönsten Nebensache der Welt begann 1886 mit einem Werk, das sich, de facto, fast ausschließlich mit Männern beschäftigte: Die „Psychopathia Sexualis“ des Richard von Krafft-Ebing. Es war…

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Verzerrtes Bild von sexueller Gewalt

In letzter Zeit wieder vermehrt, seit Edathy, geht das Gespenst Pädophilie um. Alle reden von Pädophilen, viele in äußerst abwertenden Kommentaren im Netz; die Medien zeichnen ein Bild von, hauptsächlich, Männern, die ohne, dass sie dafür könnten, eine Neigung haben, dass sie von vorpupertären Kindern sexuell erregt werden. Ärzte, Wissenschaftler und Neurologen befeuern diese Sicht der Dinge. Allen voran, die Berliner Charité und ihre Ableger. Den Täter_innen wird damit ihre Verantwortung von vorne rein abgesprochen, eine Verantwortung, die viele Täter von sich aus bereits nur allzu gerne abgeben.

Zahlreiche Studien aber belegen, daß der überwiegende Teil(über 90%) der Täter_innen, die sich an Kindern vergehen, gar nicht pädophil veranlagt sind, wenn es diese sexuelle Präferenz überhaupt gibt. Das bedeutet, daß wir bei all den Diskussionen, die wir führen, den größten Teil der Täter_innen( sog. Ersatztäter) aus den Augen verlieren und damit auch die Betroffenen dieser Gewalt.

Viele Menschen versuchen diese Übergriffe auf Kinder zu erklären und demnach zu begreifen. Ein beliebtes und allgegenwärtiges Modell hierzu ist die Sexualität. Dies sei die Triebfeder, die alle antreibt sich an Kindern zu vergehen. Dem zu Folge fokusiert sich die Behandlung, bzw. Bekämpfung auch darauf diese zu kontrollieren oder gar schlimmer, sie zu unterbinden. Die Mediziner z. T. mit Medikamenten und die hilflosen und ohnmächtigen Menschen mit Schwanzab- Parolen und schärferen Gesetzen.

Ich mache keine Unterschiede bei den Täter_innen; ein Erwachsener, der sich an einem Kind vergeht, ist ein Gewalttäter_in, er/sie ist ein(e) Pädokrimelle(r). Ihm/ihr geht es ausschließlich um Gewalt; das Mittel der Wahl ist die Sexualität. Ob sich so ein Täter_in an ein Kind heran schleicht, es umhüllt und einlullt oder ob einer rohe Gewalt ausübt, das Resultat ist das Gleiche – jeder holt sich das, was er braucht und das Kind bleibt traumatisiert zurück und hat meistens mit Folgeschäden zu kämpfen, die bis ins hohe Alter wirksam sind.

Pädokriminelle sind leider Menschen, wie du und ich. Sie haben Sehnsüchte und Bedürfnisse, sind aber außer Stande, gleichwertige und gleichberechtigte Beziehungen mit Erwachsenen zu führen. Um nicht emotional auf der Strecke zu bleiben, wenden sie sich Kindern zu, deren Willen und Persönlichkeit sie brechen, um denen nah sein zu können. Und auch hier ist Sexualität, die erste Wahl.

Wir müssen also diese Menschen befähigen, gleichwertige Beziehungen mit Erwachsenen zu führen. Dann können sie Kinder, Kinder sein lassen. Dies bedeutet jedoch eine Menge persönliche Arbeit an sich selbst und nicht jeder ist dazu bereit. Aber es gibt sie, Menschen, die reifen wollen, die sich weiter entwickeln wollen, die Beziehungen zu Erwachsenen wollen, mit denen sie sich austauschen können.

http://www.euline.eu

Sexualstraftäter

In letzter Zeit kann mann/frau der Presse entnehmen, dass Pädokriminelle und andere Sexualstraftäter ihrem Sexualtrieb folgen, der halt auf Kinder ausgerichtet ist. Die Rede ist dann von sexuellen Präferenzen, die wir alle haben, nur halt unterschiedlich(z. B. Homosexualität; Transsexualität oder Heterosexualität). Erstere sind ausschliesslich auf Kinder ausgerichtet und die zweiten, die sogenannten Ersatztäter, vergehen sich an Kindern, wenn keine erwachsenen Sexualpartner zur Verfügung stehen. Es gibt Zahlen dazu, die sich im einstelligen Bereich für Pädokriminelle( sprich Pädophile) bewegen; weit über 90% fallen auf die Ersatztäter.

Auszüge aus dem untenstehenden Artikel(Spiegel 1984):

“ Dabei trifft aber sicher zu, was die Sexualwissenschaftler Eberhard Schorsch und Nikolaus Becker über „Menschen, die sich vorzugsweise zu kleinen Kindern hingezogen fühlen“, geschrieben haben: daß diese „wegen starker eigener kindlicher Anteile der Auseinandersetzung mit Erwachsenen ausweichen. Solche Männer können ihre problematisch gebliebene männliche Identität nur in der Begegnung mit der kindlichen Schwäche erleben“.“

“ Oder, in den Worten von Florence Rush: „Sie suchen sich Kinder, weil diese ihnen mehr noch als die Frau an Erfahrung und Körperkraft unterlegen sind und daher leichter genötigt, verführt, verlockt oder gewaltsam gezwungen werden können“.“

“ Straffällig werden fast ausschließlich Männer – leibliche Väter, Stiefväter, Onkel, Freunde der Mutter, gelegentlich auch ältere Brüder. Diese Männer seien selber nie richtig erwachsen geworden, behaupten die Sexualwissenschaftler Eberhard Schorsch und Nikolaus Becker. Sie könnten ihre „problematisch gebliebene männliche Identität“ nur in „Begegnung mit der kindlichen Schwäche“ ausleben.“

Im besagten Artikel habe ich eine andere Sichtweise entdeckt, die der meinen sehr entgegen kommt. Die Motivation der Täter_innen liegt nicht in der Sexualität, wie auch immer geartet, sondern in der Persönlichkeit der Täter. Sie sind ausserstande gleichwertige und emotionale Beziehungen zu anderen erwachsenen Menschen einzugehen, aufrecht zu erhalten und zu pflegen.

Kindern gegenüber sind sie überlegen und nützen das aus, um ihre Bedürfnisse nach Nähe und Geborgenheit zu befriedigen. Werden die Kinder älter, erhöhen sich deren Möglichkeiten sich zu wehren und sie werden den Täter_innen gefährlich.

Diese suchen sich dann andere hilf- und wehrlosere, jüngere Kinder.

Wir reden in diesem Zusammenhang ausschliesslich von sexueller Gewalt. Ein Mensch übt gegen einen anderen Menschen Gewalt aus und nutzt dazu den Weg über die Sexualität. Ein Vergewaltiger tut das gleiche – Soldaten im Krieg ebenfalls.

Den ganzen Artikel findet ihr hier:

Wenn du was sagst, bringe ich dich um

Sexuelle Gewalt

Der sexualisierte Blickwinkel der katholischen Kirche und nicht nur der Kirche, in Europa wie in Afrika, auf das Phänomen Missbrauch, verliert den Kern des Problems aus den Augen. Auch der immer noch geläufige Ausdruck sexueller Missbrauch, verleitet dazu, sich mit der Sexualität zu beschäftigen. Es geht schlicht und ergreifend um Gewalt, welche sich der Sexualität bedient.

Missbrauch ist Gewalt

… sexueller Missbrauch in den USA in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen ist. Die Erkenntnis der dort durchgeführten Studie war: nur 5 Prozent der Täter innerhalb der Kirche waren pädophil, 95 Prozent so genannte Ersatzhandlungstäter, die sich an Kindern vergehen, weil der von ihnen bevorzugte Sexualpartner nicht verfügbar ist. Doch das hat sich durch die sexuelle Revolution gewandelt. Priester, die sich nicht an den Zölibat halten wollten, konnten mit ihren Wunschpartnern Beziehungen eingehen.
(Von Barbara Hans Spiegel online Artikel: Kriminologe Pfeiffer über Missbrauchsstudie: „Ich habe den Kooperationspartner Kirche unterschätzt“ Dienstag, 22.01.2013)

Viele nähern sich dem Thema, sexuelle Gewalt, ausschliesslich über die Sexualität und verlieren das Grundsätzliche aus den Augen, nämlich die Gewalt.

Sogenannte pädophile Menschen(Zahlen schwanken zwischen 1- 5%), leiden unter einer sexuellen Präferenzstörung, die zu allem Übel auch noch therapieresistent ist. Die sexuelle Lösung des Problems für die Verhaltenstherapie ist das sogenannte Ampelsystem und für die schwierigen Fälle Psychopharmaka.(chemische Kastration)

Die sogenannten Ersatztäter leiden unter dem Entzug ihres favorisierten Sexualpartners, in der Regel ein Erwachsener. Im Augenblick grösster Lust/Gier ist kein gleichberechtigter Sexualpartner zur Hand und in seiner grossen sexuellen Not wendet sich dieser einem Kind zu, welches zufällig verfügbar ist. Also letztlich auch ein sexuelles Problem.

Die katholische Kirche folgt der aktuellen gesellschaftlichen/ wissenschaftlichen Idee. Die Sexualität, bzw. deren Störungen, steht im Fokus der Betrachtung und soll bekämpft werden.

Hier verschwindet die Gewalt gänzlich aus dem Blick.

Kirchenkritiker oder Reformer sehen die Lösung ebenfalls in der Sexualität und wollen das Zölibat aufheben. Sex erlaubt – Problem gelösst. Wer’s glaubt, wird seelig!

Die Kirche ihrerseits wird ihre sextollen Mannen und Frauen noch schärfer ins Gericht nehmen, gegen die vermeindliche Fleischeslust anzukämpfen?

Ich sehe das anders und habe einen anderen Ansatz mit Menschen zu arbeiten, die sexuelle Gewalt ausüben und diese beenden wollen.

http://www.eupax.eu/mitglieder/faber_gerad.php