Schlagwort-Archive: Sexuelle Gewalt

Eigene Webseite

Ich bin dabei mir eine  Webseite aufzubauen, die meine Arbeit darstellt und über die mich Menschen mit einem Gewaltproblem finden und sich über Gewaltberatung informieren können.

Ich bin im Grossraum Trier/Luxemburg tätig und ich bin leicht über die A1 zu erreichen.

Besucht meine Seite mal!

http://www.gewaltberatungluxemburg.wordpress.com

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Verlinkung mit Schweizer Angeboten

Nach wie vor ist häusliche Gewalt ein Thema über welches mann/frau nur wenig spricht; mittlerweile wird über Männergewalt berichtet und es werden sogar abendfüllende Spielfilme darüber gedreht.

Dagegen lastet weiterhin ein Tabu auf Männern, die Betroffene von häuslicher Gewalt geworden sind. Besonders bei sexueller Gewalt, wird den Männern ein Opfersein regelrecht abgesprochen.

Um es mit den Worten meines Kollegen und Freundes Markus Kraxberger zu sagen: “ Aufzeigen und Benennen von Gewalt, kann diese stoppen! “

Quelle: Verlinkung mit Schweizer Angeboten

Verzerrtes Bild von sexueller Gewalt

In letzter Zeit wieder vermehrt, seit Edathy, geht das Gespenst Pädophilie um. Alle reden von Pädophilen, viele in äußerst abwertenden Kommentaren im Netz; die Medien zeichnen ein Bild von, hauptsächlich, Männern, die ohne, dass sie dafür könnten, eine Neigung haben, dass sie von vorpupertären Kindern sexuell erregt werden. Ärzte, Wissenschaftler und Neurologen befeuern diese Sicht der Dinge. Allen voran, die Berliner Charité und ihre Ableger. Den Täter_innen wird damit ihre Verantwortung von vorne rein abgesprochen, eine Verantwortung, die viele Täter von sich aus bereits nur allzu gerne abgeben.

Zahlreiche Studien aber belegen, daß der überwiegende Teil(über 90%) der Täter_innen, die sich an Kindern vergehen, gar nicht pädophil veranlagt sind, wenn es diese sexuelle Präferenz überhaupt gibt. Das bedeutet, daß wir bei all den Diskussionen, die wir führen, den größten Teil der Täter_innen( sog. Ersatztäter) aus den Augen verlieren und damit auch die Betroffenen dieser Gewalt.

Viele Menschen versuchen diese Übergriffe auf Kinder zu erklären und demnach zu begreifen. Ein beliebtes und allgegenwärtiges Modell hierzu ist die Sexualität. Dies sei die Triebfeder, die alle antreibt sich an Kindern zu vergehen. Dem zu Folge fokusiert sich die Behandlung, bzw. Bekämpfung auch darauf diese zu kontrollieren oder gar schlimmer, sie zu unterbinden. Die Mediziner z. T. mit Medikamenten und die hilflosen und ohnmächtigen Menschen mit Schwanzab- Parolen und schärferen Gesetzen.

Ich mache keine Unterschiede bei den Täter_innen; ein Erwachsener, der sich an einem Kind vergeht, ist ein Gewalttäter_in, er/sie ist ein(e) Pädokrimelle(r). Ihm/ihr geht es ausschließlich um Gewalt; das Mittel der Wahl ist die Sexualität. Ob sich so ein Täter_in an ein Kind heran schleicht, es umhüllt und einlullt oder ob einer rohe Gewalt ausübt, das Resultat ist das Gleiche – jeder holt sich das, was er braucht und das Kind bleibt traumatisiert zurück und hat meistens mit Folgeschäden zu kämpfen, die bis ins hohe Alter wirksam sind.

Pädokriminelle sind leider Menschen, wie du und ich. Sie haben Sehnsüchte und Bedürfnisse, sind aber außer Stande, gleichwertige und gleichberechtigte Beziehungen mit Erwachsenen zu führen. Um nicht emotional auf der Strecke zu bleiben, wenden sie sich Kindern zu, deren Willen und Persönlichkeit sie brechen, um denen nah sein zu können. Und auch hier ist Sexualität, die erste Wahl.

Wir müssen also diese Menschen befähigen, gleichwertige Beziehungen mit Erwachsenen zu führen. Dann können sie Kinder, Kinder sein lassen. Dies bedeutet jedoch eine Menge persönliche Arbeit an sich selbst und nicht jeder ist dazu bereit. Aber es gibt sie, Menschen, die reifen wollen, die sich weiter entwickeln wollen, die Beziehungen zu Erwachsenen wollen, mit denen sie sich austauschen können.

http://www.euline.eu

Sexuelle Gewalttäter

Tv- Beitrag auf 3SAT zum Thema Gewalt: Wie entsteht sie, kann mann/frau das Böse erkennen?

Täter ohne Reue

In der Traumaarbeit haben wir mittlerweile gelernt, dass exessives konfrontieren mit dem Trauma eher retraumatisierend ist, als hilfreich. Erst wenn Betroffene ausreichend stabilisiert sind, kann mann/frau, zwecks Integration, an die Konfrontation herangehen.

In der Arbeit mit sexuellen Gewalttätern verhält es sich ähnlich! Auch wenn die erzeugte Dynamik eine Andere ist.

Konfrontiert mann/frau diese Täter mit ihren Taten, lässt sie erzählen, oft bis ins kleinste Detail, immer wieder mit der Absicht ihnen ihre Taten vor Augen zuführen, vielleicht um Empathie für ihre Opfer zu erzeugen, passiert im Innern des Täters etwas ganz anderes. Vor ihrem geistigen Auge erleben diese Menschen ihre Tat von neuem und auch die dazu gehörenden Gefühle. Es ist, als würden sie erneut tätig.

In dem Beitrag gibt es eine Szene mit einem Tagebuch eines Täters, welches dies sehr gut dokumentiert.

Der Beitrag spart Frauengewalt komplett aus und einige Thesen weisen daraufhin, dass Gewalt doch männlich ist. Unsere täglichen Erfahrungen mit unserer Klientel zeichnen ein anderes Bild.

Die Sehnsucht des Menschen die Gewalt zu erkennen, am Besten bereits im Vorfeld, dem Bösen ein Gesicht zu geben ist gross und verständlich. Doch wir vergessen eins, bzw. sind uns dessen nicht bewusst, ein Täter ist nicht nur Täter, 24/24 und 7/7, sondern auch Arbeitskollege, Nachbar, Partner, Polizist, Trainer oder Vater, Mutter und Lehrerin oder Ärztin.

Schweigen!?

Wieso schweigen Betroffene von körperlicher und sexueller Gewalt? Was steckt dahinter, dass diese oft Jahrzehnte lang die Täter_innen „schützen „.

Dies hat mehrere Gründe; zum einen liegt das an den Betroffenen und zum anderen an den Tätern und zu guter letzt an uns allen.

Die Betroffenen, meist Kinder, werden von dem/der Täter_in für Ihr Tun verantwortlich gemacht. Damit häusliche Gewalt stattfinden kann, braucht der Täter den Schutz vor der Öffentlichkeit. Er/sie kann nur im Verborgenen seine/ihre Taten verbringen. Die Betroffenen zum Schweigen zu bringen gelingt am sichersten, in dem mann/frau dafür sorgt, dass sich die Betroffenen selbst in der Schuld sehen und erleben – und schweigen. „Du hast dich nie gewehrt, du wolltest es doch auch.“

Da bei familiärer Gewalt auch immer Mittäter_innen mitagieren sind die Betroffenen isoliert und alleine. Auch die übrigen Familienmitglieder ziehen die Kinder zur Verantwortung. Durch ihre Offenlegung der Tat, zerbricht (oft) die Familie. Der/die Täter _in kommt ins Gefängnis, die finanzielle Versorgung der Familie ist in Gefahr; die Familie wird stigmatisiert und die Ehe, bzw. Partnerschaft zerbricht. Diese Schuld will niemand tragen. Durch das Schweigen und das Leiden eines Einzelnen kann die Familie weiter existieren. Und dies sind immer die Kleinsten und Schwächsten – unsere Kinder.

Die Täter_innen erreichen dies, in dem sie in die kaum vorhandene Persönlichkeit der Kinder infiltrieren und dort ihre eigenen Gedanken, Wünsche, Wertvorstellungen und Normen implantieren, so dass das Kind nicht mehr unterscheiden kann, was kommt noch von mir und was ist vom Täter. Bei Erwachsenen würde mann/frau von Gehirnwäsche reden. In der Medizin und bei PC’s kennen wir ein solches Vorgehen von Viren.
Andere Täter gebrauchen zusätzlich körperliche Gewalt. Sie entmenschlichen ihr Gegenüber und sehen in dem Kind, dem Mann, der Frau ein Objekt, welches sie gebrauchen.

Letztlich sind wir es alle, die dazu beitragen, dass sexuelle und andere Gewaltformen dermaßen verteufelt werden, dass solch ein Mantel des Schweigens darüber ausgebreitet wird. Es ist ein Bumerang, der uns und den Betroffenen das Genick bricht. Die Betroffenen schweigen aus Scham, die Mittäter_innen aus Angst und die Täter_innen aus Beidem. Und wir? Wir schweigen, weil wir die Verantwortung bei einer Fehleinschätzung kaum tragen wollen/können.

Die Bewertung der Gesellschaft verschärft das Problem, anstatt es zu lösen, ähnlich der Dynamik bei der Todesstrafe. Sie erhöht die Wahrscheinlichkeit, daß der/die Täter_in ihr Opfer anschließend tötet.

Täterarbeit muss gesellschaftsfähig werden. Täter sollen ermutigt werden entsprechend ausgebildete Berater und Therapeuten aufzusuchen, um ihre Gewalt beenden zu können und den Gewaltkreislauf zu verlassen.

http://www.euline.eu

http://www.eupax.eu

Sexualstraftäter

In letzter Zeit kann mann/frau der Presse entnehmen, dass Pädokriminelle und andere Sexualstraftäter ihrem Sexualtrieb folgen, der halt auf Kinder ausgerichtet ist. Die Rede ist dann von sexuellen Präferenzen, die wir alle haben, nur halt unterschiedlich(z. B. Homosexualität; Transsexualität oder Heterosexualität). Erstere sind ausschliesslich auf Kinder ausgerichtet und die zweiten, die sogenannten Ersatztäter, vergehen sich an Kindern, wenn keine erwachsenen Sexualpartner zur Verfügung stehen. Es gibt Zahlen dazu, die sich im einstelligen Bereich für Pädokriminelle( sprich Pädophile) bewegen; weit über 90% fallen auf die Ersatztäter.

Auszüge aus dem untenstehenden Artikel(Spiegel 1984):

“ Dabei trifft aber sicher zu, was die Sexualwissenschaftler Eberhard Schorsch und Nikolaus Becker über „Menschen, die sich vorzugsweise zu kleinen Kindern hingezogen fühlen“, geschrieben haben: daß diese „wegen starker eigener kindlicher Anteile der Auseinandersetzung mit Erwachsenen ausweichen. Solche Männer können ihre problematisch gebliebene männliche Identität nur in der Begegnung mit der kindlichen Schwäche erleben“.“

“ Oder, in den Worten von Florence Rush: „Sie suchen sich Kinder, weil diese ihnen mehr noch als die Frau an Erfahrung und Körperkraft unterlegen sind und daher leichter genötigt, verführt, verlockt oder gewaltsam gezwungen werden können“.“

“ Straffällig werden fast ausschließlich Männer – leibliche Väter, Stiefväter, Onkel, Freunde der Mutter, gelegentlich auch ältere Brüder. Diese Männer seien selber nie richtig erwachsen geworden, behaupten die Sexualwissenschaftler Eberhard Schorsch und Nikolaus Becker. Sie könnten ihre „problematisch gebliebene männliche Identität“ nur in „Begegnung mit der kindlichen Schwäche“ ausleben.“

Im besagten Artikel habe ich eine andere Sichtweise entdeckt, die der meinen sehr entgegen kommt. Die Motivation der Täter_innen liegt nicht in der Sexualität, wie auch immer geartet, sondern in der Persönlichkeit der Täter. Sie sind ausserstande gleichwertige und emotionale Beziehungen zu anderen erwachsenen Menschen einzugehen, aufrecht zu erhalten und zu pflegen.

Kindern gegenüber sind sie überlegen und nützen das aus, um ihre Bedürfnisse nach Nähe und Geborgenheit zu befriedigen. Werden die Kinder älter, erhöhen sich deren Möglichkeiten sich zu wehren und sie werden den Täter_innen gefährlich.

Diese suchen sich dann andere hilf- und wehrlosere, jüngere Kinder.

Wir reden in diesem Zusammenhang ausschliesslich von sexueller Gewalt. Ein Mensch übt gegen einen anderen Menschen Gewalt aus und nutzt dazu den Weg über die Sexualität. Ein Vergewaltiger tut das gleiche – Soldaten im Krieg ebenfalls.

Den ganzen Artikel findet ihr hier:

Wenn du was sagst, bringe ich dich um