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Frauen & Männerbilder

In den nächsten Tagen findet die luxemburgische Ausgabe des < strong man run > statt. Wer nicht weiss, was das ist, kann sich unten, mit einem Video, schlau machen.

Es geht mir jedoch nicht um das Event selbst, sondern um den Radiospot, welcher Werbung für diese Veranstaltung macht. Gleich zu Begin wird klar gestellt, dass dies nichts für Waschlappen und Mädchen ist und zum Schluss wird uns noch mit auf den Weg gegeben, dass nur richtige Frauen und Männer hier erwünscht sind.

Herbert Grönemeyer hat uns bereits vor Jahrzehnten gefragt “ Wann ist man ein Mann?“ Die Antwort von damals scheint noch immer die gleiche zu sein, wie heute. An dem starken Männerbild hat sich nichts geändert, wenn mann/frau den Machern dieses Werbespots glauben soll.

Ein richtiger Mann ist also stark, durchtrainiert und zu allem bereit. Ja, es gibt starke Männer und das ist ganz in Ordnung so und ja, die sollen ihren Spass haben, z. B. an solch einem Event. Doch die Frage ist doch, was ist mit all den Jungen und Männern, die diesen Idealen nicht entsprechen!? Sind die falsche Männer?

Wir wissen heute, dass sich Jungen und Mädchen an solchen Vorbildern orientieren und dass Frauen/Männerrollen- und Bilder entsprechend geprägt werden. Wer dem nicht gerecht wird, hält das für sich, bleibt alleine mit seiner „Schmach“ und gibt nach aussen ein Bild von Stärke an. Er will vermeiden, dass irgendjemand seine “ Schwächen “ mitbekommt. So gibt es Männer, die arbeitslos geworden sind und dies gegenüber ihrem gesamten Umfeld geheim halten und jeden morgen, wie gewohnt, aus dem Haus gehen, als wäre nichts geschehen.

Dies ist der Grundstein von häuslicher Gewalt; diese findet ebenfalls im Verborgenen statt. In der Aussenwelt muss der Mann seinen Mann stehen, komme was wolle – ein Fels in der Brandung – und zuhause, will er abschalten, sich erholen und Kraft tanken, um den nächsten Tag zu überstehen.

Nun ist das Familienleben/Beziehungsleben nicht so störungs- und stressfrei, wie der „starke“ Mann, das brauchen würde und so macht er seine Liebsten verantwortlich für sein Leid. Aber auch hier meldet hält er sein Leid für sich und nörgelt und klagt herum. Die Eskalation ist vorprogrammiert – das Dreirad, welches im Weg herumliegt oder die Suppe, die kalt geworden ist, bringen das Fass zum Überlaufen.

Die Mädchen und Frauen haben diese Nöte bis jetzt anders kompensiert; sie befinden sich auf dem Vormarsch,  Gewalt als Lösungsversuch zu entdecken und auszuüben.

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Stärke und Gewalt

“ Es ist jedenfalls kein Ausdruck von Stärke, wenn sich jemand Macht aneignen muss.“ (Prof. Gerald Hüther)

Quelle: 7. Nov 2012 von Sven Ohnstedt(CFO World)

Damit untermauert und bestätigt Prof. Gerald Hüther unseren Arbeitsansatz in der Täterarbeit. Es sind dies nicht Menschen, die sich mit Gewalt ihre Macht ausbauen oder erhalten wollen, sondern die ihre Ohnmacht und Hilflosigkeit abwehren.

Ganzer Artikel lesen unter: http://www.cfoworld.de/fokus/human-resources/wie-soll-es-sonst-anders-weitergehen