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Selbstanzeige!?

Dieser Tage hat sich ein luxemburgischer Priester, wegen sexuellen Missbrauch an einem Mädchen, selbst angezeigt. Die Tat liegt 6 Jahre zurück und nun ermittelt die Justiz. Die luxemburgische Kirche hat den Priester sämtlicher Funktionen enthoben und schweigt.

Die Frage, die sich mir jetzt stellt ist:“ Was passiert mit dem Täter?“ – „Oder, was tut der Täter nun?“

Die Justiz ermittelt, der Mann wird angeklagt und das Gericht spricht ein Urteil.

Aber der Mann hat ein Problem, welches weder die Kirche noch die Justiz werden lösen können! Er übt(e) sexuelle Gewalt gegen ein, seiner Zeit, minderjähriges Mädchen aus und ohne Hilfe und Unterstützung ist er geneigt es wieder zu tun.

Es macht für alle Beteiligte Sinn, dass der Täter angeklagt und verurteilt wird und seine Strafe verbüsst. Doch wie alle, hat diese Medaille auch zwei Seiten.

Wer betreut/ behandelt hier in Luxemburg sexuelle Gewalttäter? Und wird der Mann sich an geeignete Stellen wenden, damit er Hilfe bekommt? Und welche Rolle wird die Kirche dabei spielen?

Der Mann hat sich selbst angezeigt; im Beratungskontext sprechen wir von Selbstmeldern. Ein Ziel der Beratung/Therapie kann sein, dass sich die Täter_innen selbst anzeigen. Dieser Mann hat das bereits getan. Nach Abtragen seiner gesellschaftlichen Schuld(gesetzliche Strafe) steht eine persönliche Arbeit an.

Täterarbeit – die Arbeit an der Tat.

http://www.euline.eu

http://www.eupax.eu

 

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Odenwaldschule

Wie laut soll ich denn noch schreien, ein Buch über sexuelle Gewalt in der Odenwaldschule. Autobiographie von Jochen D. und wie institutionelle Täterstrategien funktionieren. Thema, welches jetzt erneut aktuell wird durch die Enthüllungen im Kloster Ettal.

Tolle Einstellung, würde vieles vereinfachen und unsere Welt friedvoller werden lassen, wenn mehr Menschen so denken und handeln würden.(jf)

Brights - Die Natur des Zweifels

Mit der Toleranz anderen Religionen gegenüber tun sich die Menschen seit jeher bekanntlich schwer. Der US-Schauspielstar Joaquin Phoenix sieht das alles eher unverkrampft, wie er jetzt in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ deutlich machte.

Neue Presse

Anstoß zu dem Thema gab seine Hauptrolle in „The Master“, in dem er den Gefährten eines Sektengründers spielt, der von immer größeren Zweifeln geplagt wird.

Einer so persönlichen Angelegenheit wie dem Glauben, meint der 38-Jährige, sollte man mit der nötigen Distanz begegnen: „Ich versuche, mich aus diesen Dingen rauszuhalten“. Das gilt nicht nur für die Zurückhaltung andersgläubigen Menschen gegenüber, sondern auch bezüglich der eigenen Religion: Der Spross einer jüdischen Familie weiß zwar von seinen Wurzeln, aber an mehr als an das Feiern bestimmter Feste mit den Großeltern kann er sich nicht erinnern.

Und so wirft er auch auf andere Glaubensrichtungen einen eher nüchternen Blick: „Ich will niemanden beleidigen. Aber für mich klingen…

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Sexuelle Gewalt

Der sexualisierte Blickwinkel der katholischen Kirche und nicht nur der Kirche, in Europa wie in Afrika, auf das Phänomen Missbrauch, verliert den Kern des Problems aus den Augen. Auch der immer noch geläufige Ausdruck sexueller Missbrauch, verleitet dazu, sich mit der Sexualität zu beschäftigen. Es geht schlicht und ergreifend um Gewalt, welche sich der Sexualität bedient.

Missbrauch ist Gewalt

… sexueller Missbrauch in den USA in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen ist. Die Erkenntnis der dort durchgeführten Studie war: nur 5 Prozent der Täter innerhalb der Kirche waren pädophil, 95 Prozent so genannte Ersatzhandlungstäter, die sich an Kindern vergehen, weil der von ihnen bevorzugte Sexualpartner nicht verfügbar ist. Doch das hat sich durch die sexuelle Revolution gewandelt. Priester, die sich nicht an den Zölibat halten wollten, konnten mit ihren Wunschpartnern Beziehungen eingehen.
(Von Barbara Hans Spiegel online Artikel: Kriminologe Pfeiffer über Missbrauchsstudie: „Ich habe den Kooperationspartner Kirche unterschätzt“ Dienstag, 22.01.2013)

Viele nähern sich dem Thema, sexuelle Gewalt, ausschliesslich über die Sexualität und verlieren das Grundsätzliche aus den Augen, nämlich die Gewalt.

Sogenannte pädophile Menschen(Zahlen schwanken zwischen 1- 5%), leiden unter einer sexuellen Präferenzstörung, die zu allem Übel auch noch therapieresistent ist. Die sexuelle Lösung des Problems für die Verhaltenstherapie ist das sogenannte Ampelsystem und für die schwierigen Fälle Psychopharmaka.(chemische Kastration)

Die sogenannten Ersatztäter leiden unter dem Entzug ihres favorisierten Sexualpartners, in der Regel ein Erwachsener. Im Augenblick grösster Lust/Gier ist kein gleichberechtigter Sexualpartner zur Hand und in seiner grossen sexuellen Not wendet sich dieser einem Kind zu, welches zufällig verfügbar ist. Also letztlich auch ein sexuelles Problem.

Die katholische Kirche folgt der aktuellen gesellschaftlichen/ wissenschaftlichen Idee. Die Sexualität, bzw. deren Störungen, steht im Fokus der Betrachtung und soll bekämpft werden.

Hier verschwindet die Gewalt gänzlich aus dem Blick.

Kirchenkritiker oder Reformer sehen die Lösung ebenfalls in der Sexualität und wollen das Zölibat aufheben. Sex erlaubt – Problem gelösst. Wer’s glaubt, wird seelig!

Die Kirche ihrerseits wird ihre sextollen Mannen und Frauen noch schärfer ins Gericht nehmen, gegen die vermeindliche Fleischeslust anzukämpfen?

Ich sehe das anders und habe einen anderen Ansatz mit Menschen zu arbeiten, die sexuelle Gewalt ausüben und diese beenden wollen.

http://www.eupax.eu/mitglieder/faber_gerad.php

Ablehnung

Die katholische Kirche ist sich für nichts zu schade; erst vergewaltigte Frauen nun schwule Rentner! Wer wird der/die Nächste sein?(jf)

Brights - Die Natur des Zweifels

„Die Schwestern wollen das nicht“ – Das Münchner Kreszentia-Stift diskriminiert einen 72-Jährigen und rudert zurück, als es zu spät ist.

QUEER.DE

In München ist ein neuer Fall von kirchlicher Diskriminierung im Dienstleistungssektor bekannt geworden: Wie die Münchner „tz“ berichtet, weigerte sich das von einer katholischen Stiftung getragene Kreszentia-Stift, einen schwulen Rentner aufzunehmen.

Der 72-Jährige lag zu diesem Zeitpunkt seit Wochen im Krankenhaus, während sein 66-Jähriger Lebenspartner Karl Schaffner einen Platz für ihn in einem Pflegeheim suchte. Dass die beiden Männer seit 48 Jahren ein Paar sind, verschwieg der Mann im Telefonat mit dem in seiner Nachbarschaft gelegenen Stift nicht.

Die Pflegedienstleitung habe daraufhin gesagt, „sie müsse erst mit den Schwestern reden, weil es nicht so leicht sei: ein Mann mit einem Lebensgefährten“, so Karl Schaffner zur „tz“. Dann kam der Rückruf: „Die Schwestern wollen das nicht.“ Man sei schließlich eine katholische Stiftung.

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